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Die zweite Möglichkeit (B) ist, den Unterschenkel nach außen zu drehen. Der Bumerang wird also mehr seitlich vom Körper angenommen und mit der Fußaußenseite getroffen (s.Foto).
Ansonsten kann man noch versuchen, den Bumerang wie einen Ball mit der Fußspitze oder dem Hacken zu treffen, wobei ich bezweifle, daß sich so sehr viel Kontrolle erlangen läßt.
Ein großer Unterschied zwischen den beiden beschriebenen Varianten ist die Körperstellung zum Bumerang. Mit einem optimalen Kick vor dem Körper (A) kann man den Bumerang direkt vor einem auf Höhe der Hände in der Luft positionieren und braucht nur noch zupacken. Bei der Außendrehung des Unterschenkels (B) befindet sich der Bumerang wie bereits angedeutet weiter seitlich. Das heißt man muß sich entweder nach dem Tritt hindrehen oder bereits vorher mit dem Oberkörper eindrehen. Außerdem verlagert man bei beiden Varianten das ganze Körpergewicht auf das andere Bein und damit weg vom Bumerang. Ein schneller Hechtsprung nach vorn wird damit eher schwierig.
Nun stellt sich die Frage, warum bevorzugen so viele Werfer die (B)-Variante mit der doch so komplizierten Körperhaltung. Die Idee liegt darin, daß auch die beste Körperhaltung herzlich wenig bringt, wenn der Bumerang nicht sauber getroffen wird. (Jeder kennt den tollen Anblick wenn der Bumerang nach einem beherzten Tritt quer über den Platz segelt) Für einen sauberen Kick ist es wichtig, die Fußkante so parallel wie möglich zum Boden zu halten, damit der Bumerang nicht schräg, sondern senkrecht nach oben abprallt. Dies gelingt (meiner Meinung nach) bei einem Tritt mit der Fußaußenseite (B) wesentlich besser. Wahrscheinlich ist die körperliche Voraussetzung aber eh bei jedem anders, so daß man durchaus mal beide Varianten probiert haben sollte.
Unabhängig von der Wahl der Ausgangsstellung, sollte der Bumerang immer kontrolliert getroffen werden. Also nicht einen Elfmeter treten, sondern eher etwas lockerer lupfen.
Nun reicht es ja leider nicht aus, sich mit erhobenem Fuß seinem Bumerang in den Weg zu stellen. Wie immer kommt es vor allem darauf an, seinen Bumerang wie seine Westentasche zu kennen, aber auch genaues Zielen ist gerade beim Hacky Catch das A und O. Optimal ist bei Mehrflüglern ein Treffer genau im Zentrum der Rotation. Das würde das Gleichgewicht des Bumerangs nicht stören und ihn stabil halten. Realistischer ist allerdings, daß wir fast immer mindestens einen weiteren Flügel treffen. Dadurch kommen vor allem Dreiflügler sofort ins Trudeln, prallen unkontrolliert ab oder kippen einfach vom Fuß. Viele Werfer (so viele sind es nun auch wieder nicht) umschiffen dieses Problem, indem sie Bumerangs mit vier oder mehr Flügeln verwenden. Das ähnelt dann mehr dem Fang eines Tortenbleches.
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