Vielen Dank für das Interesse am Bumerangsport und am Deutschen Bumerang Club!
Bumerangwerfen ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen ein faszinierender Freizeitspaß.
Parallel dazu hat sich der Bumerangsport als Wettkampf- und Leistungssport mit festem Regelwerk
entwickelt. Für die einzelnen Disziplinen finden ganz spezielle Bumerangs Verwendung, die in der
Regel von den Wettkämpfern selbst hergestellt werden.
Der DBC
Der Deutsche Bumerang Club hat sich zum Ziel gesetzt, den Bumerangsport zu fördern, zu verbreiten
und insbesondere die Jugend an diesen Sport heranzuführen. Wir wollen dieses u.a. durch Ausstellungen,
Schauvorführungen, Workshops, Lehrgänge, Medienarbeit und nicht zuletzt durch die Veranstaltung von
Bumerangwettkämpfen erreichen. Darüber hinaus bieten wir die Möglichkeit Fortbildungen für Lehrer,
Jugendleiter, Animateure usw. zum Thema Bumerangsport zu vermitteln und ggf. auch zu organisieren.
Unsere Vierteljahreszeitschrift "INFO"
gibt wichtige Meldungen aus der Bumerangszene wieder. Hier werden neue Baupläne genauso abgedruckt wie
Leserbriefe, Ranglisten oder Termine von regionalen Werfertreffen (zur Zeit u.a. in Aalen, Berlin,
Bergstraße, Bielefeld, Düren, Gießen, Lübeck, Neuss, Wedemark etc).
Die Mitgliedschaft im DBC kostet jährlich 25 € (Lastschrift) bzw. 27 € (Überweisung), also nur rund 2 €/Monat. Im Beitrag enthalten ist der
regelmäßige Bezug der Clubzeitung INFO.
Thema Bumerang
Was früher von der Ureinwohnern Australines zur Jagd benutzt wurde, kehrt heute als Spiel- und
Sportgerät zurück. Allerdings gleicht der ursprüngliche Jagdbumerang kaum noch dem heutigen Sportgerät.
Unsere Sportgeräte haben mit den Jagdgeräten der Naturvölker, aber auch mit den schon vor Jahrtausenden
bekannten Rückkehrbumerangs kaum mehr als den Namen gemeinsam.
Nichtrückkehrende Jagdbumerangs
Wer an einen Bumerang denkt, der hat sofort einen flachen "Kleiderbügel" aus Holz vor Augen.
Genau dieser Bumerang wurde von den Aborigines zur Jagd benutzt. Seine Flugbahn ist gerade und flach.
Der moderne Bumerang mit seinen "Armen" ist kaum noch als solcher zu erkennen. Er kehrt in einer
ellipsen- oder kreisförmigen Flugbahn zurück - vorausgesetzt, die Wurftechnik stimmt.
"Arbeit, Sport und Spiel"
Offensichtlich waren die australischen Ureinwohner beim Erlegen ihrer Beute sehr zielsicher,
denn im Gegensatz zum traditionellen und zum modernen Sportbumerang kehrt der Jagdbumerang nicht
zu seineman Besitzer zurück, wenn er sein Ziel verfehlt. Zum Spielen eignet sich "der
Traditionelle" am besten. Hergestellt wird er aus verschiedenen Hölzern. Er ist etwa 50
Zentimeter lang, wiegt bis zu 90 Gramm, und sein Ellbogen-Winkel liegt zwischen 90 und 145 Grad.
Er kann bis zu 50 Meter weit fliegen.
"Der Sportliche" wird aus Kunststoff oder Sperrholz hergestellt. Er ist nur 25 bis 45 Zentimeter
klein und wiegt je nach Verwendungszweck 30 bis 150 Grarnm. Es gibt ihn mit zwei bis Sechs Flügeln. Je
nach Ausführung fliegt das gute Stück 20 bis 100 Meter weit.
Moderne Sportbumerangs
Bumerangs selbst herstellen
Besonders geeignet ist finnisches Birkensperrholz ("Flugzeugsperrholz") mit einer Stärke
von 3 bis 5mm. Dieses Holz hat eine enorme Bruchfestigkeit, wenn es aus zwei Holzschichten pro mm besteht.
Die Materialkosten für einen Holzbumerangs liegen je nach Holzpreis und Verarbeitungsaufwand (Farben,
Lacke usw.) zwischen 1.- und 5.- DM. Die benötigten Werkzeuge und Materialien sind preiswert und zudem -
bis auf das Holz - in fast jedem Haushalt vorrätig.
"Wieso fliegt der Bumerang wieder zurück?"
Gute Frage. Die Fachliteratur öffnet jedem Physik- und Mathegenie die Augen, unsereins erfreut sich
weiterhin am wundervollen Geheimnis des Flugkörpers. Dennoch, wagen wir einen Versuch, Grundlegendes
zu klären: Ein Rückkehrer-Bumerang hat ein Profil, das Auftrieb erzeugt. Dabei ist der Auftrieb umso
höher, je schneller die Luft über das Profil streicht. Beim Abwurf wird der Bumerang in Vorwärts- und
Rotationsbewegung versetzt. Der jeweils obere Flügel hat eine höhere Gesamtgeschwindigkeit
(Vorwärts- und Rotationsgeschwindigkeit) als der untere und daher auch mehr Auftrieb. Dann kippt der
Bumerang (gemäß dem Kreiselgesetz) von rechts nach links bzw. bei Linkshändern umgekehrt und wird dadurch
in die Kreisbahn gezogen - und kehrt zurück.
Klar, jetzt möchte man auf einem großen Rasenplatz testen, ob das mit dem Zurückfliegen tatsächlich
funktioniert. Dazu braucht man aber einen Bumerang und die passende Wurfanleitung. Was in den
Kaufhäusern als Spiel- und Sportgerät angeboten wird, ist nur bedingt flugtauglich. In
Drachenmodellbauläden kann man schon mehr Glück haben. Um Ihnen die Wahl zu erleichtern,
hat der Deutsche Bumerang Club Bumerangs getestet. Ausserdem bekommt man vom DBC auch Adressen
von seriösen Herstellern. Der Preis für einen guten Bumerang liegt bei 20 bis 45 Mark.
"Fangen ist wie Fliegen klatschen"
Für das Abwerfen des Bumerangs bewegt Euch als erstes in die Mitte des Platzes, der etwa dreimal
so groß sein sollte wie die Reichweite des Bumerangs. Ihr solltet so stehen, daß euch der Wind gerade
ins Gesicht bläst. Rechtshänder drehen sich um 70 Grad nach rechts, Linkshänder nach links.
Dann nehmt ihr den Bumerang zwischen Daumen und Zeigefinger. In einem Neigungswinkel von etwa
20 Grad wird er auf Kopfhöhe so abgeworfen, daß er genügend rotiert, sonst kann er nicht fliegen,
geschweige denn zurückkehren. Da jeder Bumerang anders fliegt, müßt ihr mit den Winkeln etwas
experimentieren. Einige entnervende Suchaktionen nach eurem nicht zurückgekehrten
Bumerang später könnt ihr das Fangen ausprobieren. Am sichersten ist das Fangen mit beiden Händen.
Sie sollten beim Anflug parallel zum Bumerang gehalten werden, damit er euch nicht verletzt.
Wenn er vor euch ist, klatscht einfach beide Hände zusammen. Der echte Bumerang-Freak stellt sich
sein Wurfholz selbst her. Die Palette der Bauanleitungen ist groß, inzwischen gibt es umfassende
Sammelmappen verschiedenster Baupläne. Für diverse Disziplinen, wie zum Beispiel den Genauigkeitswurf
oder den Langzeitwurf benutzt man jeweils einen speziellen Bumerang.
Zubehör
- Fahrrad- oder Torwarthandschuhe schonen eure Finger beim Fangen.
- Einen Lappen benötigt ihr, um den Bumerang abzutrocknen oder von Gras und Erde zu befreien.
- Eine Schutzbrille, damit nichts ins Auge geht.
- Stab mit Wollfaden, mit dem ihr die Windrichtung feststellen könnt.
- Heftpflaster für übereifrige Bumerangwerfer zum Überkleben strapazierter Stellen der Wurfband
oder für kleine Verletzungen.
Linkshänder-Tip
Achtung, liebe Linkshänder: Bei euren Bumerangs müßt ihr darauf achten, daß das Vorder- und das
Hinterkantenprofil andersherum sein müssen. Die Bumerangs fliegen dann in der entgegengesetzten
Flugrichtung.
Weitere Informationen
Deutscher Bumerang Club e.V.
Öffentlichkeitsarbeit
Dietmar Reinig
Hohlweg 7
64686 Lautertal
E-Mail: dietmar.reinig@bumerangclub.de
Aktuelle Infos zu Werfertreffs, Wettkämpfen und Veranstaltungen
gibt es hier im Sport-Bereich.
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